Heute gängige Mikrosysteme haben einen teilweise bereits erstaunlichen Miniaturisierungsgrad erreicht. Insbesondere die Weiterentwicklung der Kommunikationstechnik hat hier in den letzten Jahren eine entscheidende Rolle gespielt. Vision für die Zukunft ist der Aufbau von Mikrosystemen aus einzelnen autarken und stark miniaturisierten Systemen.

Förderkonzept: Mikrosystemtechnik 2000+

Projektlaufzeit  

3 Jahre
vom 01.10.02 bis 30.09.05

Entwicklungsziele / Ergebnisse






 

Gesamtziel des wissenschaftlichen Vorprojektes AVM ist die Vorbereitung zukünftiger Miniaturisierungstechnologien. Angestrebt sind für das Jahr 2010 sogenannte „eGrains“ mit einer Größe von ca. 2 x 2 x 4 mm. Diese verfügen über eigene Rechenleistung, Energieversorgung und Kommunikationsmöglichkeiten. Im Vergleich zu heutigen Systemen ist dies eine völlig neue Dimension der Miniaturisierung. Die Hauptaufgaben im Verbundprojekt AVM sind daher:

  • 1. die Bereitstellung der Energieversorgung auf kleinstem Raum,
  • 2. die Sicherstellung der Kommunikation zwischen System und Außenwelt
  • 3. die Integration der einzelnen Systembestandteile auf kleinstem Raum

Die Partner im Wissenschaftlichen Vorprojekt werden hierzu die folgenden Lösungswege beschreiten: Die Projektpartner Fraunhofer IZM und TU Berlin/Forschungs-schwerpunkt Technologien der Mikroperipherik (FSP) entwickeln für die Sicherung der autarken Energieversorgung strukturierbare Lithium-Polymersysteme für Batterie-Folien. Weiterhin werden Assemblierungs- und Kontaktierungstechnologien für die Systemintegration bereitgestellt. Die Projektpartner FBH, TU Berlin/Fachgebiet Mikrowellentechnik (MWT) und TU Berlin/ Antennen/EMV (ANT) widmen sich den notwendigen Technologien für die Kommunikation: hierzu gehören der Entwurf neuer miniaturisierter Antennen und von GaAs-Hochfrequenz(HF)-Schaltungen. Für die Kommunikation der neuen Systeme untereinander werden die Partner TU Berlin/ Fachgebiet Telekommunikationsnetze (TKN) und TU Berlin/Fachgebiet Offene Kommunikationssysteme (OKS) neue Netzwerk-Konzepte erstellen. Die Projektergebnisse werden unter Einbeziehung von KMU in Form von Funktionsdemonstratoren validiert.


Ergebnistransfer  

Zur Sicherung der späteren industriellen Verwertbarkeit der Projektergebnisse wird ein Industriebeirat eingerichtet. Als Mitglieder angefragt sind die Unternehmen First Sensor GmbH, Lust GmbH, Siemens AG, Robert Bosch GmbH, Siemens VDO und Varta. Die Verbreitung der Projektergebnisse erfolgt in Form von Workshops und Kolloquien, die sich an den Bedürfnissen von später als Nutzer in Frage kommenden KMU ausrichten.


Projektpartner  


Projektkoordinator  

M. Jürgen Wolf
Phone +49.30.4 64 03-6 06

Förderung des Projekts  

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Heinemannstr. 2
53175 Bonn

Projektabwicklung  

im Auftrag des BMBF:
VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH
Kompetenzfeld KMN
Herr Dr. Lars Heinze
Tel.: (0 33 28) 4 35-165
Fax: (0 33 28) 4 35-256
e-mail: heinze@vdivde-it.de
Rheinstraße 10 B
14513 Teltow


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